Zahnbürste

16.04.20

Mundgeruch – das können Betroffene dagegen tun

Mundgeruch oder Halitosis, wie der unangenehm riechende Atem im medizinischen Fachjargon genannt wird, gehört, wenn doch weit verbreitet, zu den Tabuthemen innerhalb der Gesellschaft. Viele von uns kennen es: Nimmt man bei seinem Gegenüber einen schlechten Geruch aus dem Mund wahr, hat man oft Hemmungen, diesen darauf hinzuweisen. So unangenehm die Thematik rund um den schlechten Atem auch sein mag, ist das jedoch der gänzlich falsche Ansatz. Denn zahlreiche Betroffene sind sich ihres Mundgeruches überhaupt nicht bewusst und leiten schlicht und ergreifend aus diesem Grund keine Gegenmassnahmen in die Wege.

Welche Ursachen Halitosis zugrunde liegen können und was man gegen die unangenehmen Gerüche aus dem Mundraum tun kann, möchten wir, das Team der Zahnboutique, Ihrer Zahnarztpraxis am Kreuzplatz im Herzen Zürichs, in diesem Artikel erklären.

Die Ursachen von Mundgeruch

Dr. med. dent. Madeleine Rainer, die behandelnde Zahnärztin in der Zürcher Zahnarztpraxis im Seefeld, erklärt, dass man zwei Arten von Mundgeruch voneinander unterscheidet. Einerseits handelt es sich um den kurzfristig auftretenden Mundgeruch, der beispielsweise durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln oder den Konsum von Genussmitteln wie Zigaretten und Alkohol verursacht werden kann. Vorübergehender schlechter Atem kann ausserdem auf Diäten zurückzuführen sein, bei denen man zum Beispiel keine oder lediglich wenige Kohlenhydrate zu sich nimmt, oder auch auf Mundtrockenheit. Letztere ist zudem die Ursache für Mundgeruch am Morgen. Grund hierfür ist die Reduzierung des Speichelflusses während des Schlafens.

Zahlreiche Betroffene haben jedoch nicht nur mit vorübergehendem Mundgeruch, sondern mit anhaltend schlechtem Atem zu kämpfen. Während auch extraorale Ursachen, zum Beispiel Magen- und Darmerkrankungen, Reflux, Diabetes mellitus oder auch bestimmte Medikamente und ein sich verändernder Hormonhaushalt Mundgeruch hervorrufen können, sind die Ursachen doch bei etwa 90 Prozent der Halitosis-Patient*innen von oraler Natur und somit im Mundraum zu suchen. Verantwortlich für die Gerüche, die Mitmenschen als unangenehm wahrnehmen, sind in erster Linie anaerobe Bakterien, die vor allem auf der Zunge, den Zahnoberflächen und in den Zahnzwischenräumen siedeln und die beim Abbau von Speiseresten Schwefelverbindungen in Form von Sulfiden produzieren. Diese Schwefelverbindungen sind es, die man beim Sprechen und Atmen als schlechten Geruch identifiziert. Abgesehen von den Bakterien im Mundraum, die sich zuhauf auf den Zähnen und auf der Zunge tummeln, kann Halitosis auch infolge bestimmter Erkrankungen im Mundraum wie Karies, Gingivitis oder Parodontitis entstehen.

Unangenehmem Atem den Kampf ansagen

Da Halitosis in den meisten Fällen durch Bakterien verursacht wird, die in der Mundhöhle und im Speziellen auf dem Zungenrücken, in den Interdentalräumen, auf den Zahnoberflächen und auch auf Zahnersatz wie Brücken, Kronen oder Implantaten siedeln, ist das A und O im Kampf gegen den schlechten Geruch eine regelmässige und gründliche Mundhygiene.

Um die Mikroorgansimen innerhalb des Mundraums effektiv reduzieren zu können und so langfristig frischen Atem sicherzustellen, gilt es, zweimal täglich, nämlich morgens und abends, sowohl die Zähne als auch die Zahnzwischenräume mit Zahnbürste, Zahnzwischenraumbürstchen und Zahnseide umfassend zu reinigen. Da sich Mundgeruch verursachende Bakterien bevorzugt auf der Zunge festsetzen, kommt ausserdem der Zungenreinigung eine ausserordentlich wichtige Rolle zu. Halitosis-Patienten sollten ihr ebenso regelmässig nachkommen wie auch der Zahn- und Zahnzwischenraumpflege. Die optimalen Mundhygienemassnahmen bei Mundgeruch werden schliesslich durch das Ausspülen des Mundraums mit einer Mundspüllösung abgeschlossen. Patienten, die zu schlechtem Atem neigen, sollten zudem ausreichend Wasser über den Tag hinweg trinken und zuckerfreie Kaugummis kauen. Das Wasser unterstützt dabei, die für den schlechten Geruch verantwortlichen Schwefelverbindungen zu eliminieren und das Kaugummi wiederum, den Speichelfluss anzuregen.

Neben einer verantwortungsbewussten Zungen-, Zahn- und Zahnzwischenraumpflege ist die regelmässige professionelle Zahnreinigung (PZR) – bestenfalls zweimal im Jahr – ein äusserst sinnvolles Instrument im Kampf gegen die unangenehmen Mundgerüche. Diese bieten wir von der Zahnboutique in Zürich als eine unserer vielen Leistungen im Bereich Dentalhygiene an. Im Zuge der PZR entfernen unsere speziell ausgebildeten Dentalhygienikerinnen weiche und harte Zahnbeläge an jenen Stellen, denen man mit der handelsüblichen Zahnbürste nicht beikommt und sorgen so für eine rundum saubere und bakterienfreie Mundhöhle.

Sollten Sie zu den wenigen Patient*innen gehören, deren Mundgeruch nicht auf die sich in der Mundhöhle tummelnden Bakterien zurückzuführen ist, sondern der beispielsweise durch „Löcher“ in den Zähnen, eine Entzündung des Zahnfleisches oder des Zahnhalteapparats verursacht wird, so müssen wir, Zahnärztin Dr. med. dent. Rainer & Kollegin aus Zürich, eine entsprechende Therapie in die Wege leiten. Geht die Halitosis mit einer anderweitigen Grunderkrankung, die zum Beispiel den Magen-Darm-Trakt betrifft und die wir in der Zahnarztpraxis im Kreis 8 in Zürich nicht behandeln können, einher, so empfehlen wir Sie an einen unserer Zürcher Kollegen mit entsprechender Fachausbildung weiter.