Zahnbürste

22.07.21

Ihre Zahnärztin Dr. med. dent. Rainer aus Zürich erklärt alles rund um das Thema Knochenaufbau

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Knochenaufbau im Kiefer notwendig werden kann. Dazu zählen zum Beispiel fehlende Zähne oder entzündliche Erkrankungen des Zahnfleisches, denn diese können den Abbau von Knochensubstanz im Kiefer fördern. In diesem Blogbeitrag erklärt Ihnen Ihre Zahnärztin in Zürich, wann ein Knochenaufbau durchgeführt wird und wie dieser Eingriff abläuft.

Wann ist ein Knochenaufbau nötig?

Grundsätzlich gilt: Wird ein Knochen nicht belastet, so beginnt er sich abzubauen. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie bei Muskeln. Werden diese nicht trainiert und benutzt, dann beginnen sie nach und nach zu schrumpfen. Im Wesentlichen gibt es zwei Hauptursachen für Knochenabbau. Zum einen kann eine Parodontitis-Erkrankung die Ursache sein, zum anderen können lange unversorgte Zahnlücken zum Verlust von Knochensubstanz führen.

Bei einer Parodontitis handelt es sich um eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Das heisst, das Gewebe, welches den Zahn umgibt und diesen im Kiefer verankert. Sind die Bakterien erst einmal so tief in das Zahnfleisch vorgedrungen, beginnen sie auch den Kieferknochen anzugreifen. Bleibt die Parodontitis in diesem Stadium unbehandelt, dann führt dies dazu, dass der Kieferknochen nach und nach abgebaut wird.

Auch der Verlust von Zähnen mitsamt Wurzel kann zu einem Abbau von Knochensubstanz im Kiefer führen. Normalerweise wird beim Kauen durch die Zähne und die Zahnwurzel regelmässiger Druck auf den Kieferknochen ausgeübt. So wird dieser beansprucht und trainiert, was den Knochen stärkt und widerstandsfähig macht. Fällt nun ein Zahn aus, wird der Knochen an dieser Stelle nicht mehr belastet und bildet sich zunehmend zurück.

In jedem Fall gilt, dass der Verlust von Knochensubstanz durch einen Knochenaufbau behandelt werden sollte, um dem fortschreitenden Abbau entgegenzuwirken.

Häufig wird ein Knochenaufbau vor dem Einsetzen von Implantaten durchgeführt, da hierfür Schrauben aus Titan im Kieferknochen eingebettet werden. Ist nicht genügend Knochensubstanz im Kiefer vorhanden, fehlt dem Implantat der Halt.

Wie läuft ein Knochenaufbau ab?

Ob ein Knochenaufbau notwendig ist, kann in Ihrer Zahnarztpraxis in Zürich ganz einfach bestimmt werden. Dafür wird Knochensubstanz eingehend geprüft. Das ist besonders wichtig, wenn das Einsetzen von Implantaten geplant ist, denn unterschreitet der Kieferknochen in seiner Breite und Höhe einen bestimmten Wert, so werden die Implantate ohne Knochenaufbau nicht halten.

Wurde ein ernstzunehmender Knochenverlust diagnostiziert, so muss im nächsten Schritt festgestellt werden, welche Art des Knochenaufbaus am geeignetsten für die jeweilige Situation ist. Dabei wird genau festgestellt, um welche Art des Knochenmangels es sich handelt, das heißt, ob der Kieferknochen zu schmal oder zu flach ist, um ein Implantat einzusetzen.

Die Knochenhöhe im Oberkiefer kann beispielsweise durch einen Sinuslift verbessert werden. Hierbei wird der Boden der Kieferhöhle, auch Sinusboden genannt, verdickt. Der Sinusboden stellt eine Trennung zwischen der Nasennebenhöhle zur Mundhöhle dar. Kommt es zum Knochenabbau, kann dieser signifikant an Volumen verlieren und das Einsetzen von Implantaten ist dann nicht mehr möglich. In einem minimalinvasiven Eingriff wird beim Knochenaufbau der Sinusboden angehoben. Es entsteht ein Hohlraum, welcher dann mit Eigenknochen oder synthetischem Knochenmaterial gefüllt wird. So kann die Höhe des oberen Kieferknochens vergrössert werden.

Sollte der Kieferknochen zu schmal für ein Implantat sein, so kann dies zum Beispiel durch Bone Splitting behandelt werden. Beim Bone Splitting wird der Kiefer der Länge nach gespalten und vorsichtig verbreitert. So entsteht ein Hohlraum, welcher mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial gefüllt wird. Um die Heilung zu unterstützen, wird das Ganze mit einer Membran verschlossen. Die Implantate können dann, sobald der Heilungsprozess abgeschlossen ist, in einem zweiten Eingriff implantiert werden. In manchen Fällen ist es sogar möglich, das Implantat während des Knochenaufbaus einzusetzen, so wird nur eine Behandlung notwendig.

Weitere Informationen rund um das Thema Knochenaufbau und die verschiedenen Aufbauverfahren erhalten Sie direkt vor Ort in unserer Zahnarztpraxis in Zürich. Machen Sie sich dafür einfach einen ersten Beratungstermin unter der 043 499 90 00 oder machen Sie den Termin direkt online aus.