Zahnbürste

24.11.20

Spannende und kuriose Fakten rund um die Zähne – Teil 2

Vor wenigen Wochen haben wir, das Team der Zahnboutique, eine zweiteilige Blogserie gestartet, in der es einmal nicht um die Beantwortung gängiger zahnmedizinischer Fragen wie beispielsweise „Wie entsteht Karies?“, „Wie lässt sich Parodontitis behandeln?“ oder „Welche Möglichkeit gibt es, um ausgefallene Zähne ästhetisch ansprechend und funktional zu ersetzen?“ geht. Statt auf zahnmedizinischem Fachwissen, das wir unseren lieben Patient*innen nicht nur hier auf unserem Blog, sondern natürlich auch vor Ort in unserer Zahnarztpraxis im Herzen Zürichs zur Verfügung stellen, lag der Fokus auf spannenden und teils sogar kuriosen Fakten rund um Zähne und Mund. In Teil 1 der Blogserie haben wir – das sind Zahnärztin Dr. med. dent. Rainer & Kollegin – Sie über das härteste Material im menschlichen Körper, den Zahnschmelz, informiert, Sie darüber hinaus über die jährlich verbrauchte Menge an Zahnpasta und Zahnseide in unserem Nachbarland Deutschland aufgeklärt und Ihnen schliesslich das niedliche „Zahnmäusli“ und das eher weniger niedliche „Zahnwürmli“ vorgestellt.

Heute möchten wir die beliebte Blogserie zum Abschluss bringen und Ihnen in Teil 2 weitere spannende und kuriose Facts rund um das Thema „Zähne & Mund“ verraten. Lesen Sie weiter und erfahren Sie beispielsweise, welchen Zusammenhang es zwischen dem elektrischen Stuhl und der Zahnmedizin gibt, oder warum das Zähneputzen lange Zeit eine Angelegenheit war, die in Hauptsache die Damen der Schöpfung betroffen hat.

Viel Spass!

Wann Zähneputzen ein fester Bestandteil des Tages wurde & weitere unterhaltsame Facts

Zähneputzen war „Frauensache“

Bereits Kinder wissen, wie wichtig es ist, Zähne und Zahnzwischenräume regelmässig, nämlich bestenfalls zweimal am Tag, gründlich zu reinigen. Doch das war leider nicht immer so. Während die „Zahnpflege“, wie auch immer geartet, zum Beispiel im alten Ägypten bereits einen gewissen Stellenwert hatte, kam man später wieder vollends davon ab. Besonders verpönt war der allmorgendliche und allabendliche Griff zur Zahnbürste dann aber im Mittelalter. Und das hatte einen Grund. Denn zu Zeiten des Mittelalters wurden Zahnschmerzen nicht nur auf das gemeine Zahnwürmli zurückgeführt, das sich allmählich durch den Zahn frisst, sondern zudem als eine Art Prüfung angesehen, die einem von Gott höchstpersönlich auferlegt worden ist. Wenn überhaupt, dann widmeten sich lediglich Frauen der Zahnpflege. Männern, die Wert auf die Reinigung Ihres Gebisses legten, sagte man nach, sie seien schwach. Nachdem man sich auch im 18. Jahrhundert von der Zahnbürste bzw. ihrem Vorläufer weitestgehend ferngehalten hatte, etablierte sich die Zahnpflege so wie wir sie heute im 21. Jahrhundert kennen – und zwar als fester und wichtiger Bestandteil des Tages – erst im 19. Jahrhundert.

Der Erfinder des elektrischen Stuhls? Ein Zahnarzt.

In einigen wenigen amerikanischen Bundesstaaten werden Schwerstverbrecher bis zum heutigen Tage zum Tode auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Die Idee zu dieser Hinrichtungsmethode hatte im Jahr 1888 … ein Zahnarzt. Nachdem Dr. Alfred Southwick einen Betrunkenen dabei beobachtet hatte, wie er aus Versehen mit einem elektrischen Generator in Kontakt gekommen war und durch den hierbei abgegebenen Stromschlag auf der Stelle gestorben ist, setzte er sich für die Entwicklung eines Hinrichtungsgerätes ein, das auf ähnliche Art und Weise funktionierte. Denn die vermeintlich schnelle und schmerzlose Art des Sterbens empfand er als deutlich humaner als beispielsweise das bis dahin unter anderem praktizierte Erhängen des Verurteilten.

Bakterienzahl im Mund

Dass Karies und Parodontitis, zwei der gängigsten den Mundraum betreffenden Erkrankungen überhaupt, von Bakterien verursacht werden, ist weithin bekannt. Doch haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele Bakterien sich beispielsweise neben dem sogenannten Streptococcus Mutans ausserdem im Mundraum tummeln? Nein? Wir, das Team Ihrer direkt am Kreuzplatz in Zürich gelegenen Zahnarztpraxis, sagen es Ihnen. Es sind in etwa sage und schreibe 20 Millionen Bakterien, doch bei Weitem nicht alle sind so gefährlich wie die, welche die als Löcher in den Zähnen bezeichnete Karies verursachen. Neben den „schlechten“ Bakterien gibt es auch eine Vielzahl von „guten“ Bakterien, die beispielsweise unabdingbar sind, wenn es um das Abblocken bestimmter Krankheitserreger von Aussen geht.