Zahnbürste

05.03.21

Zahnfleischerkrankungen beeinflussen die Allgemeingesundheit

Unter einer Zahnfleischentzündung leiden mehr Menschen, als viele annehmen, und sie kann zudem gefährlicher werden, als allgemein angenommen. Vor allem, wenn man sie unbehandelt lässt, entstehen bei einer Parodontitis unerwünschte Zahnfleischtaschen, die bis zu einem Zentimeter tief reichen können. In schlimmen Fällen sind sogar der Zahnhalteapparat und schliesslich der Kieferknochen betroffen und wird abgebaut. Im frühen Stadium der Krankheit ist sie für Laien nur schwer zu erkennen und sollte deshalb bei der Vorsorgeuntersuchung regelmässig kontrolliert werden. Bleibt sie unerkannt, kann es über einen schleichenden Prozess zu schlimmen Schäden kommen. Vor allem Raucher, Menschen mit Diabetes und Frauen in der Schwangerschaft sind gefährdet. Bei Raucherinnen und Rauchern ist die Gefahr sogar fast doppelt so hoch wie bei den anderen Risikogruppen. Bei Diabetikern verheilt das Zahnfleisch oft schlechter als bei Menschen ohne Disposition, wodurch die Behandlung zusätzlich erschwert wird.

Nicht nur, dass die komplette Mundregion betroffen sein kann – Zahnfleischentzündungen begünstigen ausserdem andere Krankheiten im Körper. Wir erklären Ihnen im Folgenden, was mögliche Auswirkungen sein können. Achten Sie aber in erster Linie unbedingt darauf, regelmässig in unserer Zahnarztpraxis in Zürich vorbeizuschauen, damit Ihre Zahnärztin mögliche Probleme frühzeitig erkennen kann.

Parodontitis begünstigt Krankheiten

Nicht nur, dass Diabetes Parodontitis fördert – andersherum sieht es genauso aus. Bei einer Parodontitiserkrankung erhöht sich auch das Risiko für Diabetes. Genauso für viele andere Krankheiten: Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Krebs können durch Parodontitis begünstigt werden. Auch Corona kann, laut neuesten Studien aus Katar und Grossbritannien, im Zusammenhang mit einer Zahnfleischentzündung einen schwereren Verlauf nehmen. Etwa müssen Coronainfizierte mit dieser Zahnfleischerkrankung im Schnitt circa 3,5-mal häufiger auf der Intensivstation behandelt und 4,5-mal häufiger beatmet werden als Menschen ohne Parodontitis. Die Sterberate von Corona-Patienten liegt sogar fast neunmal höher, wenn eine Zahnfleischerkrankung vorliegt. Auch wenn das Zahnfleisch „nur“ schmerzt oder blutet, sterben betroffene Menschen bei einer Corona-Infektion fast doppelt so häufig.

Diese Zahlen sind schockierend – zeigen aber, wie wichtig die Zahngesundheit für den gesamten Körper ist. Da die Studien noch nicht vollends ausgereift sind, gibt es nur einige Vermutungen über die Ursache dafür, dass Parodontitis einen so grossen Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat. Ihr Zahnarzt aus Zürich möchte Ihnen diese selbstverständlich nicht vorenthalten: Etwa können Parodontitis-Bakterien in die Lunge gelangen und Entzündungen hervorrufen. Da es bei einer Corona-Erkrankung in schweren Fällen zu einer Lungenentzündung kommen kann, wird diese durch die bereits vorhandene Entzündung noch begünstigt. Tatsächlich kann eine intensive Behandlung der Parodontitis das Risiko einer Pneumonie um ein Drittel reduzieren. Das Ungleichgewicht, das bakterielle, virale und pilzartige Infektionen bereits mitbringen, fördert nämlich die Möglichkeit der Krankheitserreger, in die Lunge zu gelangen. Und schliesslich können auch die genannten Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die zunächst durch Parodontitis begünstigt werden – wiederum zu einem schwereren Verlauf bei einer Corona-Infektion führen.

Damit Ihr Körper nicht schon geschwächt ist, bevor weitere Krankheiten auf ihn zukommen, lassen Sie uns kontrollieren, ob auch Sie eventuell an einer Parodontitis leiden. Die Krankheit wird nicht leicht und oft erst zu spät erkannt. Sorgen Sie vor und vereinbaren Sie gleich einen Vorsorgetermin bei Ihrem Zahnarzt in Zürich.