Zahnbürste

07.08.20

Periimplantitis – wie können Implantatpatient*innen effektive Prophylaxe betreiben und einer Entzündung vorbeugen?

Zahlreiche Schweizer leiden unter Parodontitis, bei der es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparats handelt. Kein Wunder auch, denn diese Erkrankung, die unbehandelt bis zum Ausfall der natürlichen Zähne führen kann, gehört zu den Krankheiten, die weltweit mitunter am häufigsten auftreten. Was viele Menschen vielleicht im ersten Moment nicht vermuten, ist, dass auch Implantatträger, also Patient*innen, die verloren gegangene natürliche Zähne funktional und optisch ansprechend durch künstliche Zähne haben ersetzen lassen, an einer Art Parodontitis erkranken können. Bei derartigen Entzündungen spricht man jedoch weniger von einer Parodontitis, sondern vielmehr von einer Periimplantitis.

Was man im Speziellen unter einer Periimplantitis versteht, wodurch diese Erkrankung verursacht wird und wie sich Implantatpatient*innen effektiv davor schützen können, möchten Ihnen Ihre Zahnärztinnen aus der im Herzen Zürichs, im Quartier Seefeld gelegenen Zahnboutique in diesem Artikel erläutern.

Ursachen, Symptome und Behandlung

Bei einer Periimplantitis handelt es sich um eine Entzündung rund um das Zahnimplantat, einer Art Hohlschraube, die fest im Kieferknochen verankert ist und mit entsprechendem Zahnersatz wie beispielsweise einer Krone oder einer Prothese versehen ist. Ursächlich für diese Erkrankung, in deren weiterem Verlauf sich Schleimhaut und Knochen zurückbilden, sodass das Implantat seinen festen Halt verliert, zunächst wackelt und schliesslich ganz ausfällt, sind bakterielle Zahnbeläge.

Wird die krankheitsverursachende Plaque, die sich an den Oberflächen der künstlichen Zähne ebenso festsetzt wie an den natürlichen Zähnen, nicht zweimal am Tag mithilfe von Zahnbürste, Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen gründlich entfernt, kann es zunächst zu einer Entzündung der über dem Implantat liegenden Schleimhaut kommen. Diese Entzündung, die im zahnmedizinischen Fachjargon auch unter der Bezeichnung periimplantäre Mukositis bekannt ist, kann durch hormonelle Veränderungen wie beispielsweise während einer Schwangerschaft, durch Stress, rauchen, aber auch Erkrankungen wie Osteoporose oder Diabetes mellitus begünstigt werden. Periimplantäre Mukositis ist nicht ungefährlich, wird aber häufig erst spät bemerkt, da sie in den meisten Fällen keine Schmerzen verursacht. Jedoch gibt es einige Warnsignale, die auf eine Schleimhautentzündung und somit das Anfangsstadium von Periimplantitis hinweisen können: Stellt man fest, dass das Zahnfleisch im Bereich des Zahnimplantats geschwollen sowie gerötet ist und leicht blutet, sollte man schnellstmöglich einen Termin in der Zahnarztpraxis am Kreuzplatz in Zürich vereinbaren. Denn dann können Zahnärztin Dr. med. dent. Rainer & Kollegin mithilfe der entsprechenden Massnahmen ein weiteres Voranschreiten der Entzündung, das meist mit Mundgeruch einhergeht, im Keim ersticken und Schlimmerem vorbeugen.

Wird in diesem frühen Stadium der die Entzündung verursachende Biofilm sowohl an den natürlichen als auch an den künstlichen Zähnen mithilfe der professionellen Zahnreinigung, kurz PZR, entfernt und werden damit einhergehend die häuslichen Mundhygienemassnahmen optimiert, kann die periimplantäre Mukositis in der Regel problemlos abheilen. Andernfalls greift die Entzündung auf den Kieferknochen über, der sich dann nach und nach abbaut, bis das Implantat letztendlich nicht mehr ausreichend verankert ist, seinen Halt verliert und unwiederbringlich explantiert werden muss. Später kann das verloren gegangene Zahnimplantat zwar durch ein neues Exemplar ersetzt werden, aber erst nachdem die Entzündung vollends abgeheilt ist und der Knochen mittels aufwendiger Knochenaugmentationsverfahren wieder in ausreichendem Masse hergestellt ist.

Je nach Stadium der Periimplantitis können wir, das Team der Zahnboutique, auch eine zusätzliche Behandlung mit antibakteriellen Spüllösungen verordnen oder für den Fall, dass die Periimplantitis weiter vorangeschritten ist und sich das Gewebe bereits abbaut, eine Laserbehandlung in die Wege leiten.

Periimplantitis effektiv vorbeugen – so gelingt´s

Der langfristige Erfolg einer Zahnimplantation und damit einhergehend die Haltbarkeit der künstlichen Zahnwurzel ist massgeblich von der Mundhygiene des Patienten abhängig. Denn nur wer regelmässig und gründlich seine natürlichen und künstlichen Zähne von bakteriellen Zahnbelägen befreit, kann einer Periimplantitis und demnach dem Verlust des Zahnimplantats vorbeugen.

Dr. med. dent. Madeleine Rainer, die Zahnärztin, die in der Zahnboutique in Kreis 8 in Zürich behandelt, erklärt, dass Implantatpatient*innen ihr Gebiss mindestens zweimal am Tag reinigen müssen. Neben den natürlichen und künstlichen Zähnen, die man mithilfe einer entsprechenden Zahnbürste reinigt, müssen unbedingt auch die Zahnzwischenräume bedacht werden. An diesen engen Stellen lässt sich Plaque am besten mit Zahnseide oder auch Interdentalbürstchen entfernen. Ausserdem sollten Träger*innen von Implantaten im Zuge der häuslichen Zahn- und Zahnzwischenraumpflege auf antibakterielle Spüllösungen zurückgreifen.

Neben den gewissenhaften Prophylaxeaktivitäten in den eigenen vier Wänden sollten Implantatpatient*innen zudem die wichtigen Nachsorgetermine in unserer Zahnarztpraxis, direkt am Kreuzplatz in Zürich, unbedingt wahrnehmen. Bei diesen Terminen werden sowohl die natürlichen als auch die künstlichen Zähne umfassend in Augenschein genommen und auf mögliche Erkrankungen wie etwa Periimplantitis untersucht. Perfekt abgerundet wird die Implantatprophylaxe durch die professionelle Zahnreinigung zweimal im Jahr. Hierbei befreien unsere Dentalhygienikerinnen die Zähne, ganz gleich ob natürlich oder künstlich, nicht nur von Plaque, sondern auch von hart anhaftendem Zahnstein.