Zahnbürste

30.07.20

Dentinhypersensibilität – wie Schmerzempfindlichkeiten an den Zähnen entstehen und was man jeden Tag mittels Zahnpflege dagegen tun kann

Viele Menschen kennen ihn, den äusserst unangenehmen ziehenden, blitzenden oder auch stechenden Schmerz an einem oder mehreren Zähnen, der sich meist beim Verzehr eisgekühlter oder heisser Getränke und Lebensmittel, aber beispielsweise auch beim Verzehr von sauren Speisen und Süssigkeiten oder anderweitigen zuckerhaltigen Lebensmitteln bemerkbar macht. Frauen und Männer, die derartige Symptome bei sich ausmachen, leiden unter schmerzempfindlichen und sensiblen Zähnen. Von diesem Krankheitsbild, das im zahnmedizinischen Fachjargon auch als Dentinhypersensibilität bezeichnet wird, sind grosse Teile der Bevölkerung betroffen.

Wir von der Zahnboutique, Ihrer Zahnarztpraxis im Quartier Zürich-Seefeld, wissen, wie belastend schmerzempfindliche Zähne sein können und wie sehr sie auf Dauer das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Betroffenen beeinträchtigen können. Deshalb möchten wir – das sind Zahnärztin Dr. med. dent. Madeleine Rainer & Team – Ihnen in diesem Artikel erklären, was Sie unter anderem im Zuge häuslicher Zahnpflege tagein, tagaus tun können, um bald wieder einen eisgekühlten Cocktail oder eine Tasse dampfend heissen Kaffee in vollen Zügen geniessen zu können. Bevor wir Ihnen eine Reihe nützlicher Tipps gegen schmerzempfindliche Zähne an die Hand geben, möchten wir Ihnen jedoch zunächst einmal erklären, wodurch die Dentinhypersensibilität überhaupt ausgelöst wird.

Schmerzempfindliche Zähne – die Ursachen

Zahnärztin Dr. Rainer aus der Züricher Zahnboutique am Kreuzplatz erklärt, dass der Entstehung von Schmerzempfindlichkeit der Zähne in der Hauptsache zwei Ursachen zugrunde liegen. Zum einen wird der stechende, blitzende oder ziehende Schmerz durch den Abbau des Zahnschmelzes begünstigt, der den Zahn schützend umgibt, und zum anderen durch freiliegende Zahnhälse, die dann entstehen, wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht. Während sich der Zahnschmelz beispielsweise durch die falsche Zahnputztechnik abnutzen kann oder aber durch Säureangriffe (zum Beispiel durch den häufigen Verzehr säurehaltiger Speisen oder durch Magensäure bei Erkrankungen wie Bulimie oder Reflux) Schaden nehmen kann, ist der Rückzug des Zahnfleisches häufig durch Gingivitis (Entzündung des Zahnfleisches) oder Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats) bedingt.

Sowohl mit dem Zahnschmelzabbau als auch mit dem Zahnfleischrückzug im Bereich der Zahnhälse kommt das im Zahninnere befindliche Dentin zum Vorschein. Kein Wunder auch, dass die Zähne dann hypersensibel reagieren, verlaufen doch in dieser Zahnschicht, die auch als Zahnbein bezeichnet wird, eine Vielzahl sogenannter Dentintubuli bzw. Dentinkanälchen, welche die durch heisse oder kalte, saure oder süsse Getränke und Speisen hervorgerufenen Reize ungehindert an den Zahnnerv weiterleiten. Sobald der Reiz am Zahnnerv ankommt, nehmen betroffene Frauen und Männer den äusserst unangenehmen ziehenden, stechenden oder blitzenden Schmerz wahr.

Dentinhypersensibilität gegensteuern? Die richtige Zahnpflege macht´s aus

Patient*innen, die aufgrund von freiliegenden Zahnhälsen oder infolge von Zahnschmelzabbau an einer Dentinhypersensibilität leiden, können dieser mithilfe der entsprechenden Zahnpflegemassnahmen gegensteuern. Um Schmerzempfindlichkeit der Zähne zu vermeiden und um den Abbau des Zahnschmelzes nicht weiter voranzutreiben, kommt es zunächst auf die richtige Zahnputztechnik an. Wichtig ist, dass Betroffene beim Zähneputzen nicht zu viel Druck mit der Bürste ausüben. Eine Zahnputztechnik, die sich deshalb für Frauen und Männer mit schmerzempfindlichen Zähnen in besonderem Masse anbietet, ist laut dem Team der Zahnboutique die sogenannte „Stillman-Technik“. Bei dieser Zahnputzmethode wird die Zahnbürste mit wenig Druck von Rot nach Weiss und somit vom Zahnfleisch aus in Richtung der Zähne gewischt.

Patient*innen mit sensiblen Zähnen sollten aber nicht nur auf wenig Druck beim Zähneputzen sowie auf eine für Zahnfleisch und Zahnschmelz schonende Zahnputztechnik achten, sondern ausserdem auch auf die richtige Zahnbürste und die passende Zahncreme zurückgreifen. Beim Zahnbürstenkauf empfehlen die Zahnärztinnen der im Herzen Zürichs, in Kreis 8 gelegenen Zahnarztpraxis „Zahnboutique“ entweder eine Bürste mit weichen Borsten oder aber ein Produkt, das speziell für die Pflege von schmerzempfindlichen Zähnen entwickelt worden ist. Harte Borsten können den Zahnschmelz weiter schädigen und Empfindlichkeiten und damit einhergehende Schmerzen weiter begünstigen.

Abgesehen von speziellen Zahnbürsten können Betroffene auch eigens für Dentinhypersensibilität entwickelte Zahnpasten erstehen, die dank bestimmter Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Zinnfluorid, den geschädigten Zahnschmelz stärken und die empfindlichen Zähne bei regelmässiger Anwendung entsprechend desensibilisieren. Mundspüllösungen, die ähnlich wie die oben beschriebenen  Zahncremes und Zahnbürsten speziell für schmerzempfindliche Zähne entwickelt worden sind, ergänzen die täglichen Mundhygienemassnahmen in perfekter Weise. Sowohl Zahnbürsten und Zahnpasten als auch Mundspüllösungen gibt es in der Regel in der Drogerie. Gern beraten wir von der Zahnboutique Sie bezüglich der Auswahl der zu Ihrer individuellen Mundgesundheit passenden Produkte.

Sollten Sie mithilfe der entsprechenden Zahnpflegemassnahmen nichts gegen die Schmerzempfindlichkeit verrichten können, so können die freiliegenden Zahnhälse beispielsweise auch in unserer Zahnarztpraxis in Zürich mit fluoridhaltigen Lacken versiegelt werden.