Zahnbürste

21.10.21

Der Zahn hat ein Loch! Aber welche Füllung ist die richtige für Sie? – Teil 1


Trotz regelmäßiger Dentalhygiene kann es passieren – ein Loch ist im Zahn und muss nun gefüllt werden. Ihre Zahnärztin in Zürich, Dr. med. dent. Rainer, klärt in einer zweiteiligen Serie über gängige Fülltechniken und -materialen auf.

Das Material entscheidet über die Füllmethode

Bevor wir zu den einzelnen Füllmaterialien kommen, gilt es erst einmal zu erwähnen, dass Ihr Zahnarzt im Seefeld bei der Verfüllung von Löchern generell zwei unterschiedliche Verfahren anwendet. Die Entscheidung, welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt dabei von dem gewählten Material und seiner Konsistenz ab. Dabei unterscheidet Ihr Zahnarzt in Zürich zwischen direkten Füllmaterialien und Inlays. In diesem Blogbeitrag werden wir uns zunächst den gängigsten direkten Füllmaterialien widmen.

Direkte Füllmaterialien

Direkte Füllmaterialien sind Materialien, die, wie der Name andeutet, direkt in den Zahn eingebracht werden. Zu ihnen zählen Zemente, Kunststoffe, Amalgam sowie Mischfüllungen. Wir sortieren hierbei die Materialien nach ihrer Haltbarkeit. Bei Füllungen wird das gewählte Material direkt in das zu verfüllende Loch eingebracht. Dabei ist das entsprechende Material zunächst pastenartig weich, sodass Ihr Zahnarzt in Zürich das Material formen und bearbeiten kann. Wenn die Füllung an das umliegende Zahnmaterial angepasst ist, kann der Härtungsprozess beginnen. Dabei härtet das Material entweder von selbst aus oder es wird eine UV-Blau-Lampe eingesetzt, um den Prozess zu beschleunigen.

Zement und Kompomere – die Kurzfristigen

Das günstigste Füllmaterial ist Zement. Nach der Verarbeitung härtet es durch chemische Prozesse im Mundraum aus. Zahnzement hat eine helle Farbe und ist deshalb recht unauffällig im Mund, für die ästhetische Versorgung, beispielsweise im sichtbaren Schneidezahnbereich, ist es jedoch nicht geeignet.

Da das Material nur mässig hart wird und nicht kantenfest ist, haben Füllungen, die ausschliesslich aus Zahnzement bestehen, nur eine kurze Haltbarkeit von etwa zwei bis drei Jahren. Deshalb wird es von vielen Zahnärzten lediglich als kurzfristige Lösung verwendet. Eine längere Haltbarkeit ist gegeben, wenn die Zementfüllung mit einem haltbareren Material überkront wird.

Kompomere sind Mischungen aus Zement und Kunststoff. Die Materialeigenschaften liegen deshalb in etwa mittig zwischen beiden. Genau wir Kunststofffüllungen sind Kompomere zahnfarben und werden durch Licht gehärtet. Eine Kompomer-Füllung hält etwa drei bis fünf Jahre und ist vor allem geeignet zur Verfüllung bei Milchzähnen und Zahnhalsdefekten. Zum Schutz vor Karies sind häufig Fluoride beigemischt, die allmählich in den Mundraum abgegeben werden. Sie sind als endgültige Lösung im Backenzahnbereich ungeeignet, da sie keine dauerhafte Stabilität bei starker Kaubelastung bieten.

Amalgam – das Auslaufmodell

Amalgam galt über viele Jahrzehnte als das beste Füllmaterial für den Seitenzahnbereich. Grund dafür ist die leichte Verarbeitung, seine hohe Stabilität und eine lange Haltbarkeit von etwa zehn Jahren. Selbst große Zahndefekte können mit Amalgam wieder aufgebaut werden. Trotz dieser Vorteile ist Amalgam mittlerweile fast vollständig aus Schweizer Zahnarztpraxen verschwunden, denn es gibt eine Reihe von Gründen, warum es zumeist nicht mehr von Patientinnen und Patienten akzeptiert wird. Amalgam ist kein ästhetisches Füllmaterial, die silberne Farbe lässt den Einsatz lediglich im wenig sichtbaren Seitenzahnbereich zu und bei zunehmender Verweildauer kann sich das Material zunehmend grau verfärben. Außerdem kann sich Amalgam im Laufe der Zeit ausdehnen und somit undicht werden. Bakterien können dadurch in die Spalten eindringen und die Karieserkrankung kann wieder ausbrechen.

Der wohl bedeutendste Nachteil von Amalgam liegt jedoch in seiner Materialzusammensetzung, denn diese enthält giftiges Quecksilber. Dieses Element liegt hier in gebundener Form vor und gilt somit eigentlich als ungiftig, es wird aber durch mechanische Abnutzung beim Kauen und vor allem durch elektrochemische Prozesse unter Einwirkung des Speichels in geringen Mengen ständig in den Mundraum abgegeben. Die Werte liegen aber normalerweise deutlich unter den zugelassenen Grenzwerten.

Während negative Auswirkungen auf die Gesundheit durch Amalgam durch Studien nicht belegt werden konnten, so können doch gerade besonders empfindliche Personen bereits auf geringe Mengen negativ reagieren.

Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft rät deshalb gemäss den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, bei Schwangeren und Kindern auf eine Behandlung mit Amalgam zu verzichten. Viele Patienten entscheiden sich mittlerweile, bestehende Amalgamfüllungen durch andere Materialien zu ersetzen. Wenn Sie auch einen Füllungswechsel überlegen, sprechen Sie Ihre Zahnärztin in Zürich auf die angebotenen Optionen an.

Kunststoff- und Kompositfüllungen – die Mittelfristigen

Kompositfüllungen bestehen aus einer organischen und einer anorganischen Komponente. Der organische Teil ist hierbei der Kunststoffanteil, während der anorganische Teil aus feinsten Keramik-, Glas- oder Quartzpartikeln bestehen kann. Die Höhe des Kunststoffanteils variiert hierbei je nach verwendeter anorganischer Komponente. Kompositfüllungen zählen zu den ästhetischen Füllungen, da sie der eigenen Zahnfarbe angepasst werden können. Daher kommen sie häufig für Füllungen im Frontzahnbereich sowie bei der Reparatur von abgebrochenen Zähnen zum Einsatz. Im Laufe der Zeit kann es durch stark färbende Lebensmittel, wie Rotwein, und Nikotin zu Verfärbungen an den Rändern kommen. Aufgrund der Materialeigenschaften eignen sich Komposite nicht dazu, sehr große und tiefe Defekte aufzufüllen. Kunststoff- und Kompositfüllungen wird je nach Qualität eine Haltbarkeit von etwa sieben bis zehn Jahren zugerechnet. Während ältere Kompositfüllungen durch einen höheren Kunststoffanteil noch recht weich und daher weniger für die starke Beanspruchung im Seitenzahnbereich geeignet waren, enthalten sie heute häufig einen hohen Anteil an keramischen Füllkörpern, sind recht hart und deshalb nun auch für diesen Bereich geeignet. Kompositfüllungen zählen ebenfalls zu den direkten Füllmaterialien und werden entsprechend im Mund verarbeitet. Im Unterschied zu Zement und Amalgam ist dieser Prozess jedoch deutlich aufwendiger und dauert länger. Da Komposit die Eigenschaft besitzt, bei Aushärtung leicht zu schrumpfen, versucht der Zahnarzt diesen Prozess einzugrenzen, indem er das Material in mehreren Schichten einzeln aufträgt und unter UV-Licht aushärten lässt. Trotzdem können selbst bei Füllungen höchster Qualität Mikrorisse auftreten, die eine erneute Kariesinfektion begünstigen können. Eine hervorragende Dentalhygiene und regelmässige Zahnreinigungen in Ihrer Zahnarztpraxis in Zürich sind daher zu empfehlen. Aber auch hier gibt es mittlerweile grosse Fortschritte in der Entwicklung, moderne hochwertige Komposite schrumpfen deutlich weniger, da sie besonders feine Füllpartikel enthalten. Ältere Kunststoff- und Kompositfüllungen enthalten Bisphenol-A, dem eine hormonelle Wirkung nachgesagt wird. Besonders bei Schwangeren und Kleinkindern sollte daher auf bisphenolhaltiges Füllmaterial verzichtet werden. Allerdings enthalten die meisten Komposite heutzutage genau aus diesen Gründen kein Bisphenol-A mehr. Sollten Sie sich unsicher sein, welche Art von Komposit Ihr Zahnarzt benutzt, fragen Sie in Ihrer Zahnarztpraxis in Zürich nach.

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