Zahnbürste

24.08.20

Das Zahnpflegekaugummi – das kann es wirklich

Wenn man mit der Freundin oder dem Freund in der Stadt unterwegs ist, sich zwischendurch einen leckeren Snack gönnt und dann auf die Schnelle keine Zahnbürste zur Hand hat, greift man meist auf das Zahnpflegekaugummi zurück. Warum auch nicht, versprechen die Hersteller dieses Spezial-Kaugummis doch weit mehr als nur einen frischen Atem: Das Kaugummi, das es sowohl in Form von Streifen als auch in Form von Dragees gibt, soll nämlich auch bakterielle Plaque beseitigen und vor Karies schützen.

Fatale Folgen für die Zahn- und Mundgesundheit kann es jedoch für diejenigen haben, die diese Werbeversprechen zu ernst nehmen und die wichtigen Mundhygienemassnahmen hin und wieder gänzlich durch das Zahnpflege-Kaugummi ersetzen. Wer, statt Zähne und Zahnzwischenräume mithilfe der entsprechenden Hilfsmittel wie Zahnbürste und Zahnseide zu reinigen, lediglich einen Zahnpflegekaugummi kaut, der setzt seine Zahn- und Mundgesundheit aufs Spiel. Karies, Parodontitis und anderweitige Erkrankungen, die im schlimmsten Fall zum Ausfallen der natürlichen Zähne führen können, werden dann nicht lange auf sich warten lassen.

Wie Zahnpflegekaugummis genutzt werden sollten, zu was sie tatsächlich im Stande sind und wo sie Mängel aufweisen, möchten wir, Zahnärztin Dr. med. dent. Rainer & Kollegin aus der Zahnboutique im Zürcher Quartier Seefeld Ihnen in diesem Artikel erklären.

Zahnpflegekaugummis sind kein Ersatz für die tägliche Zahnpflege

Das Wichtigste vorab: Zahnpflegekaugummis können die häuslichen Mundhygienemassnahmen, denen man zur Gesundhaltung von Zähnen und Zahnhalteapparat zweimal pro Tag, am Morgen und am Abend, nachkommen soll, NICHT ersetzen.

Zwar versprechen viele Kaugummis, die für Karies, Parodontitis und Co. ursächlichen bakteriellen Zahnbeläge mithilfe von Putzkörpern in Form von Mikrogranulaten zu beseitigen, doch gelingt das nur sehr eingeschränkt: Einmal ganz davon abgesehen, dass man das Kaugummi hauptsächlich auf den Kauflächen zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe kaut und es dabei kaum die Aussen- und Innenflächen der Zähne erreicht, geschweige denn in die Zahnzwischenräume gelangt, reinigen die im Kaugummi enthaltenen „Putzkörper“ leider auch nur sehr unzuverlässig.

Zahnpflegekaugummis kurbeln die Speichelproduktion an und beugen so Karies vor

Sinnvoll sind Zahnpflegekaugummis laut den in der Zahnarztpraxis in Kreis 8 in Zürich behandelnden Zahnärztinnen dennoch. Denn das Kaugummi ersetzt zwar die Zahnpflege nicht, unterstützt sie aber. Und zwar insofern als dass man mit Zahnpflegekaugummis der Entstehung von Karies vorbeugen kann. Die Ursache für die kariesprophylaktische Wirkung liegt in erster Linie in der Speichelproduktion begründet, die durch das intensive Kauen einer zuckerfreien Variante angekurbelt wird.

Ausreichend im Mundraum vorhandener Speichel, der die Zahnoberflächen kontinuierlich umspült, ist essenziell im Kampf gegen Karies. Und zwar, weil er dazu im Stande ist, die Säuren zu neutralisieren, die von Kariesbakterien gebildet werden, wenn sie auf zuckerhaltige oder kohlehydratreiche Lebensmittel treffen, und welche die Zahnoberflächen und insbesondere den Zahnschmelz angreifen.

Möchte man seine Mundhygiene mithilfe von Zahnpflegekaugummis unterstützen, dann sollte man unbedingt darauf achten, dass man ein zuckerfreies Kaugummi wählt. Darüber hinaus empfehlen die Zürcher Zahnärztinnen, auf ein Produkt zurückzugreifen, das Xylit enthält. Wissenschaftliche Studien haben nämlich ergeben, dass der Zuckerersatz karieshemmend wirkt.

Bei Fragen rund um das Thema „Zahnpflegekaugummi“ beraten wir Sie bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Zahnarztpraxis, die direkt am Kreuzplatz in Zürich liegt, gern auch persönlich!