Zahnbürste

12.05.21

Welche Auswirkungen hat Zucker auf unsere Zähne?

Tagtäglich nehmen wir Zucker zu uns, ohne dass es auf den ersten Blick erkennbar ist. Wie der Zucker unsere Zähne beeinflusst, erfahren Sie von Ihrer Zahnärztin in Zürich. Bei der Kariesentstehung liegt der Fokus besonders auf Haushaltszucker, Traubenzucker, Fruchtzucker und Milchzucker. Von den säureproduzierenden Bakterien können diese Arten schnell aufgespalten und somit verwertet werden. Auch die Konsistenz des Zuckers ist von essenzieller Bedeutung für die Wirkung auf unsere Zähne. Verstärkt wird die Kariesbildung durch Nahrungsmittel, die lange an den Zähnen haften bleiben.

Zucker ist heutzutage kaum noch aus der Lebensmittelindustrie wegzudenken. Ein Grossteil der verarbeiteten Lebensmittel enthält Zucker; wollen wir diesen umgehen, ist genaues Hinschauen erforderlich. Das Brot aus dem Supermarkt enthält beispielsweise Zuckerarten wie Malzextrakt, Karamellsirup und Invertzuckersirup. Diese Arten sind nicht nur ungesund, sondern sorgen für eine beschleunigte Säurebildung im Mund. Darüber hinaus verbirgt sich hinter den folgenden Begriffen ebenfalls Zucker: Glukosesirup, Fruktosesirup, Dextrose, Saccharose, Maltodextrin und Gerstenmalzextrakt.

Was passiert mit den Zähnen?

Unsere Mundhöhle ist Nährboden für unzählige Bakterien; der Zucker wird durch die Nahrungsaufnahme aus den Lebensmitteln gelöst und von den Bakterien verarbeitet. Der Zucker an sich ist weniger schädlich für die Zähne. Viel schädlicher ist die durch die Verarbeitung der Zuckerkristalle produzierte Säure der Bakterien.

Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper und besteht aus einer Mischung aus Calcium, Phosphor, Natrium und Magnesium. Er bildet die äussere Schicht der Zähne und enthält kein Nervengewebe. Doch genau diese wichtige Schutzschicht wird von der Säure angegriffen und demineralisiert. Der Säureproduktion wirken bestimmte Enzyme im Speichel entgegen, um den natürlichen pH-Wert im Mund wiederherzustellen. Die Neutralisationszeit des Speichels beträgt circa 30 Minuten nach Aufnahme der säurehaltigen Nahrung. Geschieht dies nicht, kann es zu einer Verschiebung des Säuregehaltes im Speichel kommen, wodurch der Zahnschmelz befallen und im schlimmsten Fall abgebaut wird. Auf natürliche Weise lässt sich der Verlust von Zahnschmelz nicht regenerieren.

Umso wichtiger ist die richtige Dentalhygiene. Bezüglich der richtigen Zahnreinigung beraten wir Sie gern in unserer Zahnarztpraxis in Zürich.

Zahnfreundliche Ernährung trotz Zucker

Zucker vollständig aus dem Ernährungsplan zu streichen, ist fast unmöglich – und wer könnte zu einem leckeren Stück Torte schon nein sagen. Auch alltägliche Lebensmittel wie beispielsweise Joghurt enthalten Zucker. Dennoch können Sie etwas tun, um Ihre Ernährung zahnfreundlicher zu gestalten.

Verzichten Sie ganz einfach auf zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten, um das Kariesrisiko zu senken. Zudem spielt die Dauer der Einnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken eine bedeutende Rolle. Je länger die Zähne dem Zucker ausgesetzt sind, desto mehr Säure wird durch die Bakterien produziert. Daher macht es einen Unterschied, ob das Glas Limonade in einigen Minuten oder über die gesamte Mittagspause hinweg verzehrt wird. Wenn Sie mit einem Glas Wasser nachspülen, können Sie Nahrungsrückstände entfernen und die Säure ausgleichen. Zeitnahes Zähneputzen ist deshalb von grosser Bedeutung.

Bei weiteren Fragen zu einer zahnfreundlichen Ernährung berät Sie Ihr Zahnarzt in Zürich gern.