Zahnbürste

05.05.20

Bruxismus – Ursachen, Folgen und Behandlung 

Die Mehrzahl der Betroffenen tut es in der Nacht während des Schlafens, manche aber auch am Tag: Die Rede ist von unterbewusstem Zähneknirschen bzw. Zähnepressen, das abgeleitet von dem griechischen Wort „brygmos“ im zahnmedizinischen Fachjargon auch als „Bruxismus“ bezeichnet wird. Bruxismus, bei dem Patient*innen die Zähne des Ober- und des Unterkiefers aufeinanderpressen oder aneinanderreiben, ist ein weitverbreitetes Problem innerhalb der Schweiz.

Da beim Zähneknirschen Druck auf den Kauapparat einwirkt, der etwa zehnmal so hoch ist wie der Druck, der zum Beispiel beim Zerkleinern von Nahrung aufgebracht wird, kann Bruxismus nicht nur fatale Folgen für die Zahngesundheit, sondern auch für die Allgemeingesundheit und den Bewegungsapparat haben. Das Heimtückische am unterbewussten Zähneknirschen ist jedoch, dass viele Betroffene lange Zeit nichts von ihren nächtlichen Press- und Knirschaktivitäten wissen. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind die Besuche beim besten Zahnarzt in Zürich, Ihrer Zahnboutique am Kreuzplatz, wichtig: Mit der Einhaltung regelmässiger, nämlich halbjährlicher, Kontrolluntersuchungen geben Sie Zahnärztin Dr. med. dent. Madeleine Rainer & Kollegin die Möglichkeit, Bruxismus bereits im Anfangsstadium festzustellen und schliesslich die individuell passende Behandlung in die Wege zu leiten – und zwar zu einem Zeitpunkt, zu dem weder die Zahn- noch die Allgemeingesundheit stark beeinträchtigt sind.

Ursachen und Folgen

Nocturnaler oder diurnaler Bruxismus, an dem Untersuchungen zufolge mehr Frauen als Männer leiden, hat verschiedene Ursachen. In vielen Fällen wird man in der Tiefe der menschlichen Psyche fündig: Mit dem Aufeinanderpressen oder dem Aneinanderreiben der Zähne versuchen zahlreiche Menschen unbewusst, übermässigen Stress oder Nervosität zu kompensieren. Daneben können auch Perfektionismus, Angstzustände und Depressionen in Form von krankhaftem Zähneknirschen zutage treten. Abgesehen von psychischen Problemen und Erkrankungen kann das Gebiss selbst Auslöser für das sogenannte „Bruxen“ sein. Meist liegt dann eine sogenannte Okklusionsstörung vor, bei welcher der „richtige“ Zusammenbiss der Zähne des Ober- und Unterkiefers aufgrund von Zahnfehlstellungen oder aber Zahnersatz, also Kronen, Brücken und Füllungen, die schlecht sitzen, nicht gewährleistet ist.

Ganz gleich, ob das Zähneknirschen von der Psyche oder dem Gebiss herrührt – durch den enormen Kaudruck kommt es auf Dauer nicht nur zu einer Überbeanspruchung der natürlichen und der künstlichen Zähne, sondern auch der nahegelegenen Kaumuskulatur. Beschädigungen an der Zahnhartsubstanz, die zum Beispiel in Form von abgeschliffenen Zahnkanten, Rissen oder auch Frakturen in Erscheinung treten, sowie Schäden an Implantaten, Kronen oder Brücken können die Folge sein. Bei zahlreichen Patienten, die zu nächtlichem Zähneknirschen neigen, kommt es zudem zu Zahnlockerungen, oft stellen sich ausserdem Schmerzen und Entzündungen am Kiefergelenk ein.

Bleibt Bruxismus unbehandelt, kann das jedoch nicht nur auf Kosten der Zahn- und Kiefergesundheit gehen, sondern sich darüber hinaus negativ auf den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken. Für schmerzhafte Verspannungen im Bereich des Nackens und des gesamten Rückens, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen oder – schlimmer noch – Migräne und craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), einer Fehlfunktion der Kiefergelenke, ist die enge Verbindung zwischen der überbeanspruchten Kaumuskulatur und des gesamten Bewegungsapparats verantwortlich.

Behandlung in der Zahnboutique im Seefeld in Zürich

In der Zahnboutique im Seefeld in Zürich erkennen wir, Zahnärztin Dr. med. dent. Rainer & Team, Bruxismus in der Regel bei den halbjährlichen Kontrolluntersuchungen. Nicht selten treten die charakteristischen Schäden an der Zahnhartsubstanz unmittelbar ins Blickfeld, spezifische Symptomatiken wie zum Beispiel Schmerzen und Verspannungen im Kiefergelenk, von denen Patient*innen bei ihrem Besuch in unserer Zahnarztpraxis im Herzen Zürichs berichten, untermauern die Diagnose.

Um im individuellen Fall die jeweils richtige Therapie in die Wege zu leiten, gilt es, die für das nächtliche Zähneknirschen verantwortliche Ursache mithilfe einer ausführlichen Funktionsdiagnostik auszumachen. Sollte beispielsweise eine Okklusionsstörung den nächtlichen Knirsch- und Pressaktivitäten zugrunde liegen, so muss der Biss durch eine Ausbesserung und Anpassung des schlecht sitzenden Zahnersatzes oder mithilfe einer kieferorthopädischen Apparatur korrigiert werden. Zudem lassen wir für unsere Patient*innen eine sogenannte Aufbissschiene aus Kunststoff, die auch als sogenannte „Knirscherschiene“ bekannt ist, anfertigen. Diese Schiene wird fortan in der Nacht während des Schlafens getragen und ist so konzipiert, dass sie den Kaudruck abfängt. Bei vielen Betroffenen wird ausserdem eine interdisziplinäre Behandlung nötig, für die wir an erfahrene Zürcher Kolleg*innen, zum Beispiel Physiotherapeut*innen, Orthopäd*innen oder auch Psycholog*innen, überweisen.

Möchten Sie eine umfassendere Aufklärung zum Thema „Bruxismus“? Dann sprechen Sie das Team unserer Zahnarztpraxis bei Ihrem nächsten Besuch in der Forchstr. 2 in Zürich an. Gern informieren wir Sie zu Ursachen, Folgen und Behandlung von nocturnalem und diurnalem Zähneknirschen im persönlichen Gespräch.